Lernkunst-Methoden in der Basisbildung

Die vorliegenden Kartenspiele inspirieren zum Durchführen kleiner, mittlerer und großer künstlerischer Projekte in der Basisbildung. Sie gewähren einen Einblick in die vielseitigen Verknüpfungsmöglichkeiten künstlerisch-kreativer Ansätze mit den Lernfeldern Sprache, Mathematik, IKT und Soziales Lernen. Die Methodenkarten gruppieren sich um sechs verschiedene Themenbereiche: Inside the bag – Ich zeige mich / Achtung Baustelle! – Das brauche ich / Kopfwelten – So funktioniere ich / Supertypen – Das will ich können / Ende gut – alles gut – Meine Beziehungen / Wohnträume – Meine Zukunft. In den Heften “Lernerfahrungen von Teilnehmer_innen” finden Sie ergänzend Fotos, Zitate und Erfahrungsberichte aus der Praxis sowie theoretische Bezüge. Wie die Methoden in der Erwachsenenbildung vermittelt wurden, und wie die Teilnehmer_innen der Fortbildungsreihe darauf reagierten ist in Bild und Text in der Broschüre „Lernkunst Impulse“ dokumentiert.

Die Methodensammlung mit den begleitenden Broschüren ist in Printversion auf Anfrage zu erhalten.

Info und Bestellung: office@uni-t.org

Indexheft

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Achtung Baustelle! – Das brauche ich

Achtung Baustelle! ist ein Projekt, in dem der Stadtraum wahrgenommen, erforscht, und zur eigenen Person in Bezug gesetzt werden kann. Fugen, Lücken und Mängel werden ausfindig gemacht: Ausgehend von der eigenen Wahrnehmung und den individuellen Bedürfnissen der Lernenden werden Wunschsituationen im öffentlichen Raum erfunden und sichtbar gemacht. In Kleingruppen sollen Stadtutopien erdacht und künstlerisch – mit bildnerischen, theatralen, musikalischen Mitteln – umgesetzt werden. Wenn sich den Lernenden während ihrer Grenzgänge bei der künstlerischen Arbeit im öffentlichen Raum immer wieder die Frage stellt: „Darf man das??“, wird automatisch das Thema Beteiligung verhandelt und damit auch Möglichkeiten der Partizipation eröffnet.

 

Ende gut – alles gut – Meine Beziehungen

Die Märchenwelt ist wundersam, oft grausam, die Geschichten meist kurz und einfach zu verstehen: Am Ende siegt das Gute und das Böse wird bestraft.
In diesem Methodenspiel werden alte und neue Märchen gelesen, diskutiert, adaptiert und neu geschrieben. Eigene Märchenfiguren werden erdacht, vorhandene Figuren werden analysiert, es können Masken gebaut, Szenen geschrieben, Kostüme geschneidert und es kann Theater gespielt werden. Ziel des Projektes ist es, die Spieltriebe der Teilnehmenden freizulegen, moderne Versionen von Märchen zu erfinden, zeitgemäße Lösungen zu finden und Wunder zuzulassen.

 

Inside the Bag – Ich zeige mich

Zeig mir deine Tasche und ich sag dir, wer du bist!
Die persönlichen Taschen und deren Inhalte setzen in diesem Methodenspiel den Startimpuls.
Mein Tascheninhalt hat viel mit mir zu tun: Welche Dinge lassen erkennen wer ich bin, was mich interessiert und wie ich bin? Anhand des Tascheninhalts können Begriffe von Alltagsgegenständen geübt werden, es können Listen am Computer geführt, es kann gemessen und gewogen werden. Am Ende des Projektes kann eine Ausstellung stehen, eine Plakatwand oder ein selbst layoutiertes Magazin.

 

Kopfwelten – So funktioniere ich

Wie funktionieren wir? Was läuft ab in unseren Köpfen? Was macht uns aus und welche inneren Hemmschwellen machen uns das Leben schwer? Wir stellen uns vor, ein_e Beobachter_in von einem fremden Planeten wäre auf die Erde geschickt worden, um herauszufinden, wie es in den Köpfen und Körpern der Menschen zugeht.
Was könnte er/sie beobachten? Außerdem begegnen wir unserem inneren Schweinehund und treten mit ihm in den Dialog.
In diesem Projekt können die Lernenden verbal, bildlich und räumlich darstellen, wie sie funktionieren und wie sie fühlen. Die Selbstreflexion wird mithilfe kreativer Methoden in Gang gesetzt. Im Rahmen einer Ausstellung, einer Lesung und eines Konzerts können die Ergebnisse präsentiert werden.

 

Supertypen – Das will ich können

Wir sind lebenslänglich under construction, kontinuierlich gewollten und ungewollten Veränderungsprozessen ausgesetzt, nie ganz fertig. In sich ändernden Lebenswirklichkeiten sind wir daher auch gefordert, das Bild, das wir von uns selbst haben, immer wieder umzupinseln. „Wer war ich gestern? Wer will ich heute sein? Welche Rolle trage ich morgen?“ Das Projekt Supertypen beinhaltet Methoden, in denen Rollenbilder aufgegriffen werden können, um sie zu hinterfragen und neu auszuprobieren. Dazu gehören auch das Austesten von Geschlechterrollen und das Bewusstmachen und die Funktion von sozialen und kulturellen Zugehörigkeiten.

 

Wohnträume – Meine Zukunft

Wohnträume ist eine Projektarbeit, in welcher Visionen des zukünftigen privaten Lebensumfeldes verhandelt werden. Die Lernenden lassen ihrer Phantasie freien Lauf und erträumen Wohn- und Stadtraumvisionen. Sie beschäftigen sich zuerst mit den eigenen Zukunftsszenarien und bringen diese in Verbindung mit den Szenarien der anderen. Sie kooperieren als Architekt_innenteam und planen in Kleingruppen einen gemeinsamen Wohnbau. Das Projekt mündet zunächst in der Präsentation eines Planungsentwurfs und kann, wenn für das Wohnobjekt Bewohner_innencharaktere entwickelt werden und szenisch daran weiter gearbeitet wird, zu einem Foto- oder Videoprojekt führen.

 

 

 

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